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06.03.2018 20:45 Alter: 79 days
Kategorie: SZ-Page, Musik
Von: Sebastian Sitzenkopf

Neu: Roland TR-8S


Was haben Hip-Hop, Electro, House und Trance gemeinsam? Sie alle verwenden bis heute die Drums der Roland TR-Drummachines. Als Roland 2015 den Roland TR-8 veröffentlichte, war die Freude anfangs groß. Doch es gab Funktionen die manchen fehlten oder banale Dinge wie das “billige” Design. Am Montag kündigte Roland offiziell den Nachfolger des TR-8 an, den TR-8S. Dieser ist eine überarbeite Fassung und behebte nicht nur Fehler des TR-8, sondern hat auch einige wichtige neue Funktionen.


+++UPDATE 20.03.2018+++
Der Roland TR-8S ist nun im Handel erhältlich und kostet 699€.
Klangfarbe
Thomann


Neue Features
Mit dem TR-8S kommen Neuerungen, die sich viele wünschten. Das wichtigste zuerst: Man kann nun eigene Samples über den TR-8S abspielen. Diese werden über eine SD-Karte auf das Gerät gespielt und man kann sie mit den Drums, die der TR-8S erzeugt vermischen, layern und eigene Drumkits erstellen. Bei 44,1 kHz kann man bis zu 600 Sekunden Samples laden. Weiters kann man bei den Samples Decay, Tune, Startpunkt und Abspielrichtung einstellen. Auch erwähnenswert ist, das der TR-8S kein Sampler ist, sondern ein Sampler Playbacker, er kann also kein Audio aufnehmen, sondern nur abspielen.
Apropos Drums. Welche gibt es denn? Während der TR-8 nur die 808 und 909-Drums simulierte (707, 727 und 606 gab es nur als Expansion gegen Bezahlung), gibt es nun von Anfang an Drums der 606, 707, 727, 808, 909 und einige modifizierte beziehungsweise neue. Mit der sogenannten ACB-Technologie (Analog Circuit Behaviour) werden die Drums erzeugt, denn diese Technologie simuliert die analogen Schaltungen der alten TR-Modelle. Da es sich also um keine Samples handelt, hat man mehr Bearbeitungsmöglichkeiten.
Äußerlich hat sich auch einiges getan. Das Design wurde überarbeitet und die grüne Akzentfarbe, wie der grüne Rand, und die grüne Beleuchtung fallen weg. Dafür kann man jetzt beispielsweise den Fadern für die Sounds einzeln eine eigene Farben zuweisen und die Beleuchtung dimmen, damit kann man super Gruppen erstellen. Auch das Display wurde überarbeitet und ist nun übersichtlicher.


Mehr Effekte
Bei der Anordnung der Sounds hat sich nichts getan. Es ist noch immer: Bass Drum, Snare Drum, Low/Mid/High Tom, Rimshot, Hand Clap, Closed/Open Hihat, Crash/Ride Cymbal. Man kann noch immer über die Drehregler Tune und Decay einstellen. Neu ist der CTRL-Regler, auf dem man einen Effekt oder anderen Parameter legen kann und somit live leichter verändern kann. Jedem Sound kann man einen eigenen Effekt wie Delay, Overdrive, Filter oder Hall zuweisen oder aber dem ganzen Kit einen Master FX geben. Insgesamt stehen einem nun jede Menge neuer Effekte zur Verfügung und eine Liste mit allen Effekten findest Du auf der Produktseite des TR-8S unter Specs. Den Link findest du am Ende des Artikels.


Der Sequenzer
Der Sequenzer hat noch immer seine bekannten 16 Steps mit weiteren Substeps. Insgesamt kann man 128 Pattern mit jeweils 8 Variationen (A-H Knöpfe) und 3 Fill-Ins speichern. Mit dem Pattern werden auch das Tempo, das gewählte Kit, die Positionen der Knöpfe und Effekte gespeichert. Das ganze kann man auch auf einer SD-Karte speichern, damit man seine Kits immer bereit hat. Die Fill-Ins kann man mit einem Regler alle 2, 4, 8, 12, 16 oder 32 Takte automatisch aktivieren. Es ist auch möglich mehrere Patterns zu verketten um längere Sequenzen zu schaffen. Man kann nun auch Automatisierungen erstellen, um Pitch, Panning, Effekte und mehr zu automatisieren. Eine weitere Neuerung ist ein kleines anschlagsempfindliches Pad rechts unten, mit dem man Drums selbst einspielen kann. Weiters ist es noch möglich Akzente und Flams zu setzen.


Neue Anschlüsse
Nicht neu sind der USB Typ B Anschluss, der 6,35mm Klinkenstecker, MIDI In/Out, Mix Out Mono/Stereo, Ext In-Anschluss. Neu hinzu kommt ein Trigger Out-Anschluss, mit dem man externe Geräte ansprechen kann. Die zwei Assignable Outs wurden um vier auf sechs erweitern und diese lassen sich auch als Trigger Outs verwenden. Letztlich natürlich noch der Steckplatz für die SD-Karte. Wichtig ist auch noch zu erwähnen, dass man, wenn man über USB mit dem PC verbunden ist, die einzelnen Instrumente auf separaten Kanälen aufnehmen und später bearbeiten kann.


Fazit
Im Gegensatz zum TR-8 ist der neue TR-8S bisher eine klare Empfehlung. Die schlechten Seiten des TR-8 wurden genommen und durch neue ersetzt. Allein die Samplingfunktion oder die neuen Stecker sind ein klarer Schritt nach vorne. Welche Probleme es gibt, werden wir sehen wenn er im Handel erhältlich ist.
Der Roland TR-8S wird diesen oder nächsten Monat erscheinen und der Preis liegt bei 699$ und wird vermutlich auch 699€ kosten.



Links:
Roland TR-8S Produktseite
Roland TR-8S Videos