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< Interview mit Erni Mangold
16.11.2016 10:55 Alter: 254 days
Kategorie: SZ-Funkt, SZ-Page
Von: Felix Scheichelbauer

3D-Drucker


Unser 3D-Drucker beeindruckte an den Infotagen nicht nur die Besucher, sondern auch unsere Schüler. Aber wie funktioniert so ein 3D-Drucker eigentlich?

 

Obwohl es derzeit drei verschiedene Drucktechniken gibt und sich die Ausgangsmaterialien unterscheiden, ist die grundsätzliche Funktionsweise gleich. Zuerst wird eine Vorlage in einer CAD-Software, wie z.B. Autocad, erstellt, danach wird mit dieser Vorlage der Drucker gefüttert und baut folgend dann das Modell aus schmelzbaren Materialien oder Pulver, wie Kunststoffe, Kunstharze, Metalle oder Keramik.

Doch welche Methoden gibt es jetzt genau?

  • Stereolithographie (SLA)

Hier wird Kunstharz aufgetragen, danach mit einem Laser gehärtet und dann mit einer Hebebühne etwas nach unten verschoben. Nachher wird genauso die nächste Schicht aufgebaut, und so entsteht dann schichtweise das Modell.

 

  • Selective Laser Sintering (SLS)

Bei dieser Methode nimmt eine Rolle Pulver (z.B. Keramik) auf und wälzt über die Oberfläche, danach härtet wieder ein Laser die Schicht. Die Rolle nimmt wieder neues Pulver auf und es entsteht die nächste Schicht

 

  • Fused Deposition Modeling (FDM)

Diese Methode wurde bei uns in der Schule verwendet und ist generell die weltweit      am meisten verwendete 3D-Druck-Methode. Hier werden Materialien verwendet, die bei Erwärmung verformbar werden. Die Düse erhitzt das Material (das meistens in Form von einem “Faden” vorkommt), danach wird das Material wie beim normalen Papierdruck an bestimmten Stellen aufgetragen. Nachdem das flüssige Material ausgehärtet ist, wird die nächste Schicht aufgetragen.  

 

Doch welche Anwendungsfälle gibt es für 3D-Drucker? Einerseits einfach der Spaß an der Technik, so wie bei uns in der Schule oder auch bei den meisten Heimanwendern. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, die in der Industrie genutzt werden können. Architekten können damit beispielsweise Modelle von ihnen geplanten Häuser drucken, oder auch im Modellbau, Maschinenbau oder im Automobilbau. Faszinierend sind die Anwendungen in der Bauindustrie, hier wird mit riesigen “3D-Druckern”, die eigentlich Roboter sind, Beton gespritzt und somit können theoretisch ganze Häuser entstehen. Auch in der Medizin können so Knochen rekonstruiert und verstärkt werden.